Beckenbodentherapie

Spezialisierte Beckenbodenbehandlung und Beckenboden-Check-up bei Inkontinenz, nach Geburt oder bei Beschwerden.

Der Beckenboden spielt eine zentrale Rolle für Stabilität, Kontinenz und Wohlbefinden. Wenn seine Funktion gestört ist, können Beschwerden wie Inkontinenz, Schmerzen im Beckenbereich oder Unsicherheiten beim Sport auftreten.

In unserer Praxis Therapie am Lindenhof bieten wir eine spezialisierte physiotherapeutische Behandlung des Beckenbodens an. Durch gezielte Untersuchung und individuelle Therapie unterstützen wir Sie dabei, Ihren Beckenboden wieder besser wahrzunehmen, zu kräftigen und im Alltag richtig einzusetzen.


Ihre Therapeutin für Beckenbodengesundheit

Ich bin Selina – Physiotherapeutin mit Spezialisierung auf die Behandlung von Beckenbodenbeschwerden.

Meine Ausbildung absolvierte ich am Universitätsklinikum Augsburg, wo ich unter anderem Einblicke in die Bereiche Gynäkologie, Urologie und Proktologie erhielt. Dort sammelte ich auch Erfahrung in der Betreuung von Patientinnen auf der Wochenbettstation.

Um Patientinnen und Patienten mit Beckenbodenbeschwerden gezielt behandeln zu können, habe ich mich zusätzlich zur Physio Pelvica Therapeutin (Basis I+II und Therapiekurs I+II) weitergebildet. Diese Spezialisierung vermittelt fundiertes Wissen über Diagnostik und Therapie von Beckenbodenfunktionsstörungen.

Neben der Beckenbodentherapie verfüge ich über weitere physiotherapeutische Qualifikationen:

  • Physiotherapeutin seit 2021
  • Lymphtherapeutin
  • Manualtherapeutin

In der Behandlung lege ich großen Wert auf eine einfühlsame Untersuchung, verständliche Erklärungen und individuell angepasste Therapie, damit Patientinnen ihren Beckenboden besser verstehen und aktiv zur Verbesserung ihrer Beschwerden beitragen können.

In unserer Praxis in Bobingen behandeln wir Patientinnen aus Bobingen, Augsburg und der gesamten Umgebung mit Beschwerden des Beckenbodens.


Was ist der Beckenboden?

Der Beckenboden ist eine Muskel- und Bindegewebsschicht im unteren Bereich unseres Beckens. Er bildet gewissermaßen den „Boden“ des Bauchraums und trägt wichtige Organe wie Blase, Darm und – bei Frauen – die Gebärmutter.

Damit diese Aufgaben zuverlässig erfüllt werden können, müssen die Beckenbodenmuskeln kraftvoll, koordinationsfähig und gut ansteuerbar sein.

Neben dieser Stützfunktion erfüllt der Beckenboden mehrere wichtige Aufgaben:

  • Verschluss von Blase und Darm (Kontinenz)
  • Stabilisierung von Becken und Rumpf
  • Unterstützung der Atmung und Körperhaltung
  • wichtige Rolle bei Schwangerschaft, Geburt und sexueller Funktion

Wann kann eine Beckenbodentherapie sinnvoll sein?

Eine physiotherapeutische Behandlung des Beckenbodens kann bei verschiedenen Beschwerden helfen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Harninkontinenz oder Stuhlinkontinenz
  • Belastungsinkontinenz (z. B. beim Husten, Niesen oder Sport)
  • häufiger Harndrang
  • Beschwerden nach Schwangerschaft und Geburt
  • Rectusdiastase
  • Symphysenbeschwerden
  • Organsenkungen
  • Beschwerden nach Operationen im Beckenbereich (z. B. nach Prostataoperationen)
  • chronische Schmerzen im Beckenbereich
  • Beschwerden oder Schmerzen im Zusammenhang mit sexueller Aktivität

Viele dieser Beschwerden sind gut behandelbar. Eine gezielte physiotherapeutische Therapie kann helfen, die Funktion des Beckenbodens deutlich zu verbessern.


Beckenboden-Check-up – Klarheit über die Funktion Ihres Beckenbodens

Viele Beschwerden im Beckenbereich entstehen, weil der Beckenboden zu schwach, zu angespannt oder nicht optimal koordiniert arbeitet. Häufig fällt es Betroffenen schwer einzuschätzen, ob sie ihren Beckenboden überhaupt richtig ansteuern können.

Mit unserem Beckenboden-Check-up erhalten Sie eine fundierte physiotherapeutische Einschätzung der Funktion Ihres Beckenbodens.

Der Check-up kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn:

  • Sie unsicher sind, ob Sie Ihren Beckenboden richtig aktivieren
  • Sie nach einer Geburt wieder sicher in den Sport zurückkehren möchten
  • Sie Beschwerden wie Urinverlust oder Druck im Beckenbereich bemerken
  • Sie Schmerzen im Becken oder Unterbauch haben
  • Sie präventiv etwas für Ihre Beckenbodengesundheit tun möchten

So läuft der Beckenboden-Check-up ab

Der Termin dauert etwa 50 Minuten und umfasst mehrere Schritte.

1. Ausführliches Gespräch

Zu Beginn nehmen wir uns Zeit für ein Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihre medizinische Vorgeschichte sowie Ihren Alltag und Ihre sportlichen Aktivitäten.

2. Funktionelle Untersuchung

Anschließend beurteilen wir unter anderem:

  • Ihre Körperhaltung und Rumpfstabilität
  • das Zusammenspiel von Atmung, Bauchmuskulatur und Beckenboden
  • die Aktivierung und Koordination des Beckenbodens

3. Spezifische Beckenbodenuntersuchung

Wenn es für die Befunderhebung sinnvoll ist, kann zusätzlich eine vaginale oder anorektale Palpation des Beckenbodens erfolgen. Diese Untersuchung findet selbstverständlich nur nach vorheriger Aufklärung und mit Ihrem Einverständnis statt.

Durch diese Untersuchung können wir genauer beurteilen:

  • Muskelspannung (Tonus)
  • Kraft des Beckenbodens
  • Koordination der Muskulatur
  • Entspannungsfähigkeit

Diese Informationen helfen uns, die Therapie gezielt auf Ihre individuelle Situation abzustimmen.

4. Individuelle Empfehlungen

Am Ende des Termins erhalten Sie konkrete Empfehlungen und Übungen für Ihren Alltag und Ihr Training, damit Sie Ihren Beckenboden gezielt stärken und besser wahrnehmen können.

Dauer: ca. 50 Minuten
Kosten: 120 € (Selbstzahlerleistung)


Beckenboden-Check-up und Physiotherapie auf Rezept – was ist der Unterschied?

Der Beckenboden-Check-up ist eine ausführliche physiotherapeutische Untersuchung, bei der wir die Funktion Ihres Beckenbodens genau analysieren. Er dient dazu, Beschwerden besser zu verstehen und eine individuell passende Therapie zu planen.

Der Check-up ist eine einmalige Selbstzahlerleistung.

Eine anschließende physiotherapeutische Behandlung kann jedoch über ein Rezept Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin erfolgen (z. B. Krankengymnastik oder Manuelle Therapie). In diesem Fall übernehmen gesetzliche und private Krankenkassen in der Regel einen großen Teil der Behandlungskosten.

Der Check-up ersetzt also kein Rezept, sondern dient der genauen Analyse und Therapieplanung.


Downloads

Folgende Dokumente benötigen Sie eventuell im Laufe der Behandlung. Diese können Sie hier downloaden:


Häufige Fragen zur Beckenbodentherapie

Wann ist eine Beckenbodentherapie sinnvoll?

Eine Beckenbodentherapie kann bei verschiedenen Beschwerden helfen, zum Beispiel bei Harninkontinenz, Druckgefühl im Becken, Schmerzen im Beckenbereich oder nach Schwangerschaft und Geburt. Auch nach Operationen im Beckenbereich oder bei Unsicherheit im Training des Beckenbodens kann eine physiotherapeutische Behandlung sinnvoll sein.


Wie läuft eine Beckenbodentherapie ab?

Zu Beginn erfolgt eine ausführliche physiotherapeutische Befunderhebung. Dabei betrachten wir unter anderem Körperhaltung, Atmung und die Funktion des Beckenbodens. Anschließend erhalten Sie individuelle Alltags-Tipps und gezielten Trainingsübungen, die auf Ihre Beschwerden und Ihre Lebenssituation abgestimmt sind.


Ist eine interne Untersuchung notwendig?

Eine vaginale oder anorektale Untersuchung kann helfen, die Funktion des Beckenbodens genauer zu beurteilen. Sie findet jedoch nur nach vorheriger Aufklärung und mit Ihrem Einverständnis statt.


Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Beckenbodentherapie?

Beckenbodentraining kann über ein Physiotherapie-Rezept (z. B. Krankengymnastik oder Manuelle Therapie sowie Elektrotherapie) verordnet werden. In diesem Fall übernehmen gesetzliche und private Krankenkassen in der Regel einen großen Teil der Kosten. Der Beckenboden-Check-up ist zu Beginn einmalig nötig und wird allerdings nur als Selbstzahlerleistung angeboten.


Wann kann ich nach der Geburt mit Beckenbodentraining beginnen?

Viele Frauen beginnen nach der Geburt zunächst mit einem Rückbildungskurs. Eine individuelle physiotherapeutische Untersuchung des Beckenbodens kann zusätzlich helfen zu beurteilen, wann ein sicherer Wiedereinstieg in Sport und belastendere Aktivitäten möglich ist. In den ersten zwölf Wochen nach der Geburt wird allerdings keine Palpation durchgeführt. Nichtsdestotrotz ist sinnvoll auch in dieser Zeit den Beckenboden schon zu trainieren.

Kontakt

Inhaber: Markus Bernwieser

Hochstraße 35
86399 Bobingen
Telefon: 08234 / 96 87 70

E-Mail: info@therapie-am-lindenhof.de

Therapiezeiten:
Mo bis Do 8:00 - 20:00 Uhr
Fr 8:00 - 14:00 Uhr